Menschen im Autismus-Spektrum können Ironie von anderen Menschen zum Teil nur schwer deuten bzw. nehmen das Gesagte oftmals wortwörtlich. Sprichwörter sind deshalb auch oft für sie nicht verständlich. Ich habe in meiner Arbeit deshalb immer ein konkretes Zeichen mit meinem Gegenüber verabredet, wenn ich wusste, dass Ironie Probleme bereitet. Ich habe dann zum Beispiel immer mit dem linken Auge gezwinkert, wenn ich einen Scherz gemacht habe oder ironisch war.
Bei Sprichwörtern haben wir inhaltlich darüber gesprochen, was deren Bedeutung ist. Manchmal habe ich die tollsten Reaktionen darauf bekommen, die mein Leben bereichert haben, weil sie mir eine völlig neue Sichtweise auf ein bestimmtes Thema ermöglicht haben. Einmal ging es um das Sprichwort „Vom Pech verfolgt sein“, und ich erklärte, was damit gemeint ist. Daraufhin bekam ich eine völlig neue Perspektive als Reaktion:
„Dani, Pech interessiert mich nicht. Ich bin am Glück interessiert.“