Wenn der Sommer zu viel wird: Reizüberflutung durch Hitze, Helligkeit und Menschenmassen

Die Sonne brennt, die Straßen sind voll, überall Stimmen, Lachen, Eisdielen-Schlangen. Für viele ist das der Inbegriff von Sommer. Für Sie vielleicht eher: zu hell, zu laut, zu eng, zu viel. Wenn an heißen Tagen plötzlich alles auf einmal zu kippen scheint, ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist eine reale Reaktion eines Nervensystems, das mehr wahrnimmt – und mehr verarbeiten muss.

Warum der Sommer besonders fordert: 3 Faktoren kommen hier gleichzeitig zusammen:

Hitze. Sie beansprucht den Körper zusätzlich und macht es schwerer, sich selbst zu regulieren. Was an einem kühlen Tag noch auszuhalten wäre, kippt bei 30 Grad schneller.

Helligkeit. Grelles Licht, harte Schatten, Blendung – das visuelle System arbeitet auf Hochtouren, lange bevor der Kopf merkt, warum er müde wird.

Menschenmassen. Unvorhersehbare Bewegungen, Lautstärke, Nähe, soziale Erwartungen – alles gleichzeitig, ohne Pause. Aktuell auch noch die Fußball-WM.

Einzeln wäre jedes davon zu bewältigen. Zusammen ergeben sie genau das Gefühl, das Sie vielleicht gut kennen: der Kopf wird voll, der Körper unruhig, und der einzige Wunsch ist, irgendwo zu verschwinden, wo es leise und dunkel ist. Was im Moment helfen kann, ein paar einfache Anker für akute Situationen:

Reduzieren, was geht! Dunkle Sonnenbrille, Kopfbedeckung, kühlende Tücher – kleine Hilfsmittel, die einen Reiz herausnehmen.

Rückzugsorte vorab kennen. Ein schattiger, ruhiger Ort in der Nähe gibt Sicherheit, auch wenn Sie ihn am Ende gar nicht brauchen  Sich selber die Erlaubnis geben zu gehen in soziale Situationen, wenn es zu viel wird. Pläne dürfen abgesagt oder verkürzt werden. Das ist keine Absage an andere, sondern Fürsorge für sich selbst.

Kurz erden. Ein fester Punkt – die eigenen Füße auf dem Boden, ein vertrauter Gegenstand in der Hand – kann helfen, wieder anzukommen.

Diese Strategien wirken auf der körperlichen Ebene. Oft reichen sie aus. Manchmal aber nicht. Es gibt Tage, an denen die Überforderung größer ist als das, was sich allein auffangen lässt. Der Kopf dreht sich, die Anspannung bleibt, und ein Gespräch würde guttun – aber der nächste freie Termin liegt Wochen entfernt. Für genau solche Momente gibt es die **Autismus-Sprechstunde**: eine 50-minütige Akutsprechstunde mit Termingarantie innerhalb von 48 Stunden, auch am Wochenende. Hier geht es nicht um lange Wartezeiten, sondern um schnelle, konkrete Unterstützung. Die Buchung erfolgt über meine Website.

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